Zinngießerei Witter
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Epochen

Stil-Epochen

Die hier aufgeführten Zinnartikel
wurden nach alten Vorlagen der jeweiligen Stilepochen
originalgetreu hergestellt.

Gotik
1200 - 1450

Glatte gedrungene Formen mit meist breiter Standfläche, Grundkörper wenig unterteilt, neben bauchigen Trink- und Schenkgefässen wenig anderes Geschirr bekannt, Ornamentik fast nur auf Henkel-Verzierung beschränkt.

Renaissance
1500 - 1630

Anfangs stark mit figürlichen und ornamentalen Reliefs verziert, später glattere Grundkörper und breitrandige Teller vielfach mit reichen Gravierungen. Typisch z.B. das sogenannte "Nürnberger Edelzinn".

Barock
1650 - 1750

Glattere und strengere Formen, wenig verziert, z.B. mit eingeschlagenen Punzen-Mustern, Körper durch sparsames kräftiges Rippendekor unterteilt.

Rokoko
1750 - 1780

Formen ähnlich wie im Barock, jedoch leichter, beschwingter, mit verspielt welligen, unsymmetrischen Rippen, Gestaltung oft Silbergeschirr ähnlich.

Empire
1790 - 1810

Klassizismus und sogenanntes Louis-Seize mit härter wirkenden Konturen, zum Teil an die Antike angelehnt, von Frankreich her beeinflusst, mit Fries-Bändern, Akanthusranken, Eichenlaubkränzen, Perl schnüren, plastischen Frucht- und Blumengehängen verziert, teilweise bemalt.

Biedermeier
1815 - 1850

Grundkörper ähnlich wie im Barock und Empire, jedoch einfacher, ruhiger, fast keine Verzierungen, gediegenes Gebrauchsgeschirr.

Historismus
1875 - 1890

Auch Altdeutscher- oder Makartstil. Grundformen aus vielen Stilepochen, hauptsächlich der Renaissance entlehnt, meist überreich mit Relief-Ornamentik, oft figürlichen Darstellungen verziert.

Jugendstil
1895 - 1910

Körper oft unsymmetrisch, bildhafte leicht plastische Relief-Ausschmückung, naturalistisch nachempfundene Pflanzen- und Tiermuster, die oft als Griff oder Henkel aus der Form heraustreten. Gestaltung vielfach von namhaften Künstlern der Zeit. Typisch für diesen Stil ist das sogenannte Kayser-Zinn.

Gegenwart
ab 1920

Ab etwa 1920 sehr strenge, fast geometrische Formen, klare, sachliche, von der Funktion bestimmte Linien, sparsamste Ornamentik. Oberflächen manchmal unregelmäßig aufgeraute, einfachen Dreh-Dekor, durch verschiedenartige Farbtönungen (Hochglanz, Matt-Glanz, Schwärzungen) unterbrochene Flächen.

Entnommen aus der Zinnfibel der Landesinnung des Zinngiesser Handwerks für Bayern und Baden-Württemberg.



Alle von uns gefertigten Zinngegenstände werden in Handarbeit hergestellt.
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